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Pool mit Brunnenwasser füllen – worauf es zu achten gilt

Waren Brunnen früher allgegenwärtig und für eine Gemeinschaft überlebensnotwendig, sind sie in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zentralisierten Wasserversorgungssystemen eher zu einer Seltenheit geworden. In jüngster Zeit aber rückt der Brunnen wieder mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, und immer mehr Menschen erfüllen sich den Wunsch eines eigenen Trinkwasserbrunnens im Garten. Hintergrund dieser Investition ist das Bestreben, sich frei von steigenden Wasserpreisen zu machen. Der eigene Garten kann mithilfe eines privaten Brunnens beispielsweise überaus kostengünstig gepflegt werden. Nicht nur das: Brunnenbesitzer können sogar ihren Pool mit Brunnenwasser füllen, statt hierfür Leitungswasser zu verwenden.

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Pool mit Brunnenwasser

Pool mit Brunnenwasser füllen – Die Themenübersicht

  • Vor dem Befüllen: Wasseranalyse ist Pflicht - Bevor Sie Ihren Pool mit Brunnenwasser befüllen, ist eine professionelle Wasseranalyse unerlässlich, da unbehandeltes Grundwasser je nach Standort gesundheitsgefährdende Keime, Schadstoffe oder mineralische Belastungen enthalten kann, die nur durch gezielte Prüfung und Aufbereitung sicher erkannt und behoben werden können.
  • Wasseraufbereitung gezielt planen - Nur durch eine auf die individuellen Wasserwerte abgestimmte Wasseraufbereitung – etwa durch Enteisenung, Desinfektion oder Enthärtung – lässt sich Brunnenwasser aufbereiten, sodass es bedenkenlos und materialschonend zur Poolbefüllung genutzt werden kann.
  • Die richtige Filtertechnik verwenden - Da Brunnenwasser durch mineralische, organische und mikrobielle Belastungen deutlich höhere Anforderungen an die Pooltechnik stellt, ist der Einsatz einer leistungsfähigen Filteranlage mit Flockungsmittel, Vorfilter, automatischer Dosierung und intelligenter pH-/Redox-Steuerung unerlässlich für dauerhaft sauberes und sicheres Badewasser.
  • Vorteile & Herausforderungen im Überblick - Die Nutzung von Brunnenwasser zur Poolbefüllung bietet langfristige Kostenersparnis, Unabhängigkeit und ökologische Vorteile, erfordert jedoch eine sorgfältige Wasseranalyse, angepasste Technik und fachgerechte Aufbereitung, um hygienische und technische Risiken zuverlässig auszuschließen.
  • Fazit: Pool mit Brunnenwasser füllen – mit guter Vorbereitung problemlos möglich - Brunnenwasser kann eine kostengünstige und nachhaltige Lösung zur Poolbefüllung sein – vorausgesetzt, seine Qualität wird vorab analysiert und durch passende Aufbereitung und Technik gezielt an die Anforderungen eines sicheren und langlebigen Poolbetriebs angepasst.
  • Häufige Fragen zum Thema Pool mit Brunnenwasser füllen (FAQ) - Alle Antworten zu Pool mit Brunnenwasser füllen – kompakt und praxisnah erklärt.

Vor dem Befüllen: Wasseranalyse ist Pflicht

So klar das Brunnenwasser auf den ersten Blick erscheinen mag – seine tatsächliche Qualität lässt sich nicht mit bloßem Auge beurteilen. Wenn Sie planen, Ihren Pool mit Brunnenwasser zu füllen, ist eine qualifizierte Wasseranalyse zwingend erforderlich. Nur durch sie lässt sich feststellen, ob das Wasser den hygienischen und technischen Anforderungen für den Badebetrieb genügt – und welche Maßnahmen gegebenenfalls nötig sind, um die Qualität sicherzustellen.

Warum ist eine Wasseranalyse so wichtig?

Brunnenwasser ist unbehandeltes Grundwasser. Je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds, Tiefe des Brunnens und Nutzung der umliegenden Flächen (z.B. Landwirtschaft) kann es stark belastet sein. Wird solches Wasser ungefiltert in den Pool geleitet, kann dies:

  • Gesundheitsrisiken für Badende darstellen (z.B. durch Keime, Nitrat, Bakterien)

  • Verfärbungen und Trübungen im Wasser verursachen

  • Technik und Oberflächen beschädigen (z.B. durch Kalk, Eisen oder Mangan)

  • die Wirksamkeit von Pflegemitteln wie Chlor stark beeinträchtigen

Eine professionelle Analyse schafft hier Klarheit – und schützt Ihre Gesundheit und Ihre Investition in den Pool.

Diese Parameter sollten geprüft werden

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Wasserwerte, die bei einer Brunnenwasseranalyse kontrolliert werden sollten – inklusive idealer Zielbereiche und möglicher Auswirkungen bei Abweichungen:

Parameter Zielbereich Bedeutung / Risiko bei Abweichung
pH-Wert 7,0 – 7,4 Ist der pH-Wert zu hoch oder zu niedrig, wirkt Chlor schlechter und es kann zu Hautreizungen oder Korrosion kommen.
Gesamthärte / Karbonathärte je nach Region Hohe Härte führt zu Kalkablagerungen, trübem Wasser und technischen Problemen.
Eisen & Mangan so gering wie möglich Verursachen braune/schwarze Verfärbungen und Ablagerungen an Folien, Filtern und Leitungen.
Nitrat & Nitrit Nitrat < 50 mg/l Hinweis auf landwirtschaftliche Verunreinigung. Besonders gefährlich für Kinder.
Mikrobiologische Belastung nicht nachweisbar Bakterien wie E. coli oder Enterokokken sind gesundheitsgefährdend und machen das Wasser ungeeignet zum Baden.
pH-Wert
Zielbereich: 7,0 – 7,4
Risiko: Chlor wirkt schlechter, Hautreizungen, Korrosion
Gesamthärte / Karbonathärte
Zielbereich: je nach Region
Risiko: Kalkablagerungen, trübes Wasser, Technikprobleme
Eisen & Mangan
Zielbereich: so gering wie möglich
Risiko: Verfärbungen, Ablagerungen an Folien und Leitungen
Nitrat & Nitrit
Zielbereich: Nitrat < 50 mg/l
Risiko: Hinweis auf Verunreinigung, gefährlich für Kinder
Mikrobiologische Belastung
Zielbereich: nicht nachweisbar
Risiko: Gesundheitsgefahr durch Bakterien (z.?B. E. coli)

Wasseraufbereitung gezielt planen

Eine Wasseranalyse ist der erste Schritt – die passende Wasseraufbereitung ist der zweite und ebenso entscheidende. Denn nur durch gezielte Aufbereitung lässt sich Brunnenwasser auf ein Niveau bringen, das sowohl gesundheitlich unbedenklich als auch materialschonend für Ihren Pool ist.

Anders als Leitungswasser, das deutschlandweit standardisiert aufbereitet wird, unterscheidet sich Brunnenwasser regional stark in Zusammensetzung und Belastung. Deshalb gibt es keine universelle Lösung – stattdessen muss die Wasseraufbereitung individuell auf Ihre Wasserwerte abgestimmt werden.


Überblick: Typische Belastungen und geeignete Gegenmaßnahmen

Die folgende Tabelle zeigt typische Belastungen von Brunnenwasser und die jeweils empfohlenen Gegenmaßnahmen für eine sichere Poolbefüllung:

Belastung Empfohlene Maßnahme
Eisen / Mangan Einsatz einer Enteisenungs- bzw. Entmanganungsanlage vor dem Poolzulauf. Diese oxidieren die gelösten Metalle, die dann über Filtermedien entfernt werden. Verhindert braune oder schwarze Verfärbungen an Folien, Leitungen und Einbauteilen.
Nitrat / Nitrit Installation von Nitratfiltern oder Ionenaustauschern zur gezielten Entfernung. Besonders wichtig in Regionen mit intensiver Landwirtschaft.
Keime / Bakterien Anwendung einer UV-Desinfektionsanlage zur chemiefreien Abtötung von Mikroorganismen. Ergänzend oder alternativ: Chlorung mit Dosieranlage zur dauerhaften Keimkontrolle.
Hohe Wasserhärte Teilenthärtungsanlage auf Basis von Ionenaustausch oder gezielte Dosierung von Härtestabilisatoren. Schützt vor Kalkablagerungen und verlängert die Lebensdauer der Technik.
Trübung / Färbung Zugabe von Flockungsmitteln zur Bindung feinster Schwebstoffe. Diese Partikel werden anschließend über die Filteranlage entfernt – ideal bei metallischem Wasser oder langen Standzeiten.
Eisen / Mangan
Maßnahme: Enteisenungs-/Entmanganungsanlage vor dem Poolzulauf. Verhindert Verfärbungen und Ablagerungen.
Nitrat / Nitrit
Maßnahme: Nitratfilter oder Ionenaustauscher. Wichtig bei landwirtschaftlich belastetem Wasser.
Keime / Bakterien
Maßnahme: UV-Desinfektion oder Chlor-Dosieranlage. Sorgt für keimfreies Badewasser.
Hohe Wasserhärte
Maßnahme: Teilenthärtung oder Härtestabilisator. Verhindert Kalkschäden.
Trübung / Färbung
Maßnahme: Flockungsmittel zur Schwebstoffbindung – Filter entfernt die Partikel zuverlässig.


Die richtige Filtertechnik verwenden

Brunnenwasser stellt deutlich höhere Anforderungen an die Pooltechnik als aufbereitetes Leitungswasser. Es enthält nicht nur mehr gelöste Mineralien und Metalle, sondern auch Schwebstoffe, Trübungspartikel und mitunter organische Rückstände. Wird diese Belastung nicht zuverlässig gefiltert, drohen Verstopfungen in der Anlage, Verfärbungen im Pool und eine deutlich höhere Belastung durch Pflegemittel.

Deshalb ist es besonders wichtig, beim Einsatz von Brunnenwasser auf eine leistungsstarke, abgestimmte Filtertechnik zu setzen. Folgende Komponenten sind essenziell:

Sandfilteranlage mit Flockungsmittel-Zusatz

Die Sandfilteranlage bildet das Herzstück der mechanischen Wasseraufbereitung. Sie filtert kontinuierlich Schmutzpartikel aus dem Wasser – je nach Korngröße des Filtersandes bis zu einem Durchmesser von ca. 30–50 Mikrometer.

Bei der Verwendung von Brunnenwasser empfehlen wir jedoch zusätzlich die regelmäßige Zugabe von Flockungsmitteln. Diese binden feinste Schwebstoffe (z.B. Eisenpartikel, Algenreste, organische Stoffe), die allein durch den Sand nicht herausgefiltert werden könnten. Die Flocken werden im Filterbett zurückgehalten und bei der Rückspülung ausgetragen.

Vorfilter oder Sedimentfilter

Gerade bei eisenhaltigem Brunnenwasser oder bei älteren Brunnenanlagen gelangen grobe Partikel, Sand, Rost oder Ablagerungen in den Wasserkreislauf. Diese Stoffe können nicht nur die Filteranlage überlasten, sondern auch Pumpen und Leitungen beschädigen.

Ein Vorfilter direkt am Zulauf verhindert dies, indem er grobe Stoffe schon vor der Hauptfilteranlage auffängt. Für den Dauerbetrieb empfiehlt sich ein mehrstufiger Sedimentfilter, der auch feinkörnige Rückstände zuverlässig abfängt.

Automatische Dosieranlagen

Bei stark schwankender Wasserqualität – wie sie bei Brunnenwasser üblich ist – ist die händische Zugabe von Chlor oder pH-Senkern kaum zuverlässig. Hier kommen automatische Dosiersysteme ins Spiel.

Diese messen die aktuellen Wasserwerte und dosieren Chlor, pH-Regulatoren oder Flockungsmittel präzise nach Bedarf. Das sorgt nicht nur für konstant hygienisches Wasser, sondern reduziert auch den Chemikalieneinsatz auf das Nötigste.

In Kombination mit Messsensoren (siehe unten) ergibt sich ein komplett automatisierter Wasserpflegekreislauf.

pH- und Redox-Messung mit Poolsteuerung

Brunnenwasser kann je nach Region extreme Schwankungen im pH-Wert oder Redoxpotenzial aufweisen. Eine präzise Steuerung dieser Parameter ist besonders wichtig, da sie direkten Einfluss auf:

  • die Wirksamkeit des Chlors

  • die Wasserhygiene

  • den Materialschutz Ihrer Technik

hat. Hochwertige Steuerungssysteme wie z.B. die iControl-Serie ermöglichen eine permanente pH- und Redox-Messung, automatische Dosierung und – bei Bedarf – sogar die Integration von Salzelektrolyse, UV-Desinfektion oder Wärmepumpensteuerung.

Vorteile & Herausforderungen im Überblick

Die Nutzung von Brunnenwasser zur Poolbefüllung ist eine attraktive Alternative – insbesondere bei steigenden Wasserpreisen und großen Wassermengen. Sie bietet zahlreiche ökologische und wirtschaftliche Vorteile, erfordert jedoch auch ein gewisses Maß an Vorbereitung, Technik und Know-how. Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, finden Sie hier die wichtigsten Vorteile und Herausforderungen im direkten Vergleich:

Brunnenwasser nutzen: Vorteile und Herausforderungen

Wer Brunnenwasser für den Pool nutzt, profitiert von vielen Vorteilen – sollte sich aber auch der technischen und hygienischen Herausforderungen bewusst sein:

Vorteile Herausforderungen
Unabhängigkeit von öffentlichen Wasserversorgern
Mit einem eigenen Brunnen sind Sie nicht länger auf kommunales Trinkwasser angewiesen – weder für den Pool noch für die Gartenbewässerung. Das schafft Autarkie, besonders in Zeiten steigender Preise oder lokaler Nutzungseinschränkungen.
Wasserqualität muss individuell geprüft werden
Da Brunnenwasser unbehandelt ist, gibt es keine Garantie für gleichbleibende Qualität. Eine professionelle Wasseranalyse vor der Nutzung ist zwingend erforderlich.
Langfristige Einsparung von Trinkwasserkosten
Ein mittelgroßer Pool fasst schnell 30.000 Liter oder mehr – bei häufigem Nachfüllen kommt eine beachtliche Summe zusammen. Wer stattdessen kostenloses Brunnenwasser nutzt, spart über Jahre bares Geld.
Höherer Technikaufwand für Filterung und Aufbereitung
Ohne gezielte Aufbereitung drohen Verfärbungen, Trübungen und Schäden an der Technik. Eine angepasste Filteranlage, Dosiersysteme und ggf. Wasseraufbereitung sind notwendig.
Nachhaltige Nutzung von vorhandenem Grundwasser
Brunnenwasser ist eine ressourcenschonende Alternative, die den Trinkwasserverbrauch reduziert – vor allem dann, wenn es durch Regenwasser und Grundwasser wieder aufgefüllt wird.
Risiko von Verfärbungen und technischen Schäden ohne Kontrolle
Eisen, Mangan oder hohe Kalkwerte können braune Schlieren, Ablagerungen oder sogar Korrosion verursachen – sowohl im Pool als auch an Pumpe, Wärmetauscher und Filter.
Kombinierbar mit Gartenbewässerung
Ein einmal installierter Brunnen kann nicht nur den Pool, sondern auch Rasen, Beete und Pflanzen mit Wasser versorgen – ökologisch und kosteneffizient.
Fachwissen für Betrieb, Pflege und Nachbehandlung erforderlich
Die Wasseraufbereitung muss regelmäßig angepasst und kontrolliert werden. Ohne technisches Grundverständnis oder professionelle Beratung ist der Betrieb risikobehaftet.
? Unabhängigkeit
Vorteil: Keine Abhängigkeit von Versorgern, ideal bei Preissteigerungen oder Einschränkungen.
?? Herausforderung: Qualität schwankt – Wasseranalyse vor Nutzung erforderlich.
? Kostenersparnis
Vorteil: Große Wassermengen kostenfrei nutzen, hohe Einsparung möglich.
?? Herausforderung: Technisch aufwendigere Filter- und Dosiersysteme nötig.
? Nachhaltigkeit
Vorteil: Schonung von Trinkwasserressourcen durch Grundwassernutzung.
?? Herausforderung: Ohne Kontrolle drohen Verfärbungen und Technikschäden.
? Mehrfachnutzung
Vorteil: Auch für Gartenbewässerung verwendbar, effizient und ökologisch.
?? Herausforderung: Betrieb erfordert Pflege und Know-how oder Beratung.


Fazit: Pool mit Brunnenwasser füllen – mit guter Vorbereitung problemlos möglich

Die Nutzung von Brunnenwasser für die Poolbefüllung kann eine sinnvolle und kostensparende Alternative zum Leitungswasser sein – sofern die richtigen Voraussetzungen erfüllt sind. Denn während der eigene Brunnen Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und finanzielle Vorteile verspricht, birgt er auch Risiken, die nur durch fachgerechte Vorbereitung und Technik sicher beherrscht werden können.

Brunnenwasser ist naturbelassen und damit in seiner Qualität nicht standardisiert. Je nach Standort enthält es Eisen, Mangan, Nitrat, Bakterien oder Kalk – Stoffe, die bei unsachgemäßer Nutzung zu gesundheitlichen Gefahren, Verfärbungen und Schäden an der Pooltechnik führen können. Daher gilt: Wer auf Brunnenwasser setzen möchte, muss dessen Zusammensetzung genau kennen – und die Wasseraufbereitung sowie die Technik darauf abstimmen.


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FAQs
zum Thema Pool mit Brunnenwasser füllen

Ein eigener Gartenpool steht für Erholung, Komfort und ein Stück Urlaubsgefühl zu Hause. Doch mit dem Badespaß kommt auch die Frage: Womit soll der Pool befüllt werden? Bei immer weiter steigenden Trinkwasserpreisen erscheint Brunnenwasser als kostengünstige, nachhaltige Alternative – vor allem für große Becken oder regelmäßiges Nachfüllen im Sommer.

Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, bringt jedoch einige Herausforderungen mit sich: Brunnenwasser ist unbehandeltes Rohwasser und kann in seiner Zusammensetzung stark schwanken – je nach Region, Grundwasserstand, Bodenbeschaffenheit und Umwelteinflüssen. Ohne Analyse und gezielte Wasseraufbereitung drohen Verunreinigungen, technische Schäden oder sogar Gesundheitsrisiken.

Kann ich meinen Pool grundsätzlich mit Brunnenwasser befüllen?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollten Sie das Brunnenwasser nicht ungeprüft verwenden. Es enthält je nach Standort Eisen, Mangan, Keime oder Nitrat – Stoffe, die gesundheitsschädlich sein oder die Pooltechnik angreifen können. Eine vorherige Wasseranalyse und entsprechende Aufbereitung sind zwingend erforderlich.

Warum ist Brunnenwasser anders als Leitungswasser?

Leitungswasser wird zentral aufbereitet und streng kontrolliert. Brunnenwasser hingegen ist natürliches, unbehandeltes Grundwasser, das nicht regelmäßig überprüft wird. Es kann Verunreinigungen, Mikroorganismen, Metalle oder hohe Kalkmengen enthalten. Die Zusammensetzung variiert stark je nach Region, Jahreszeit und Nutzung der Umgebung (z. B. Landwirtschaft).

Welche Risiken bestehen bei ungefiltertem Brunnenwasser im Pool?

Bei der Verwendung von unbehandeltem Brunnenwasser im Pool drohen:

  • Verfärbungen durch Eisen oder Mangan

  • Trübungen und schleimige Ablagerungen

  • Kalkablagerungen in Rohren und Wärmetauschern

  • Gesundheitsrisiken durch Keime wie E. coli

  • Funktionsstörungen der Filter- und Dosiertechnik

Diese Probleme lassen sich mit einer professionellen Aufbereitung gezielt vermeiden.

Wie lasse ich Brunnenwasser analysieren – und was kostet das?

Eine Wasseranalyse können Sie über spezialisierte Labore, Ihren Pool-Fachhändler oder teilweise auch über regionale Wasserwerke beauftragen. Je nach Umfang kostet die Analyse zwischen 50 und 150 €. Wichtig ist, dass die Analyse die relevanten Parameter für Badegewässer umfasst – insbesondere pH-Wert, Härte, Eisen, Mangan, Nitrat, Keime.

Welche Technik benötige ich für die Aufbereitung von Brunnenwasser?

Die Auswahl der Technik richtet sich nach dem Analyseergebnis. Gängig sind:

  • Enteisenungs- und Entmanganungsanlagen

  • UV-Desinfektionsanlagen oder Dosieranlagen für Chlor

  • Nitratfilter oder Ionenaustauscher

  • Härtestabilisatoren oder Teilenthärtungsanlagen

  • Flockungsmittel zur Entfernung feinster Trübstoffe

Außerdem ist eine leistungsstarke Sandfilteranlage mit Vorfilter empfehlenswert, um das Wasser zuverlässig zu reinigen.

Wie oft muss ich Brunnenwasser testen lassen?

Mindestens einmal jährlich, idealerweise vor jeder Pool-Befüllung nach längerer Standzeit. Wird der Pool regelmäßig mit Brunnenwasser nachgefüllt oder wird der Brunnen auch für Trink- oder Gießwasser verwendet, sollten halbjährliche Kontrollen durchgeführt werden.

Welche Rolle spielt die Wasserhärte bei Brunnenwasser?

Eine zu hohe Wasserhärte führt zu Kalkablagerungen an Wärmetauschern, Einbauteilen und der Poolfolie. Sie verringert die Effizienz der Technik und kann Reparaturen nach sich ziehen. Mit einem Härtestabilisator oder einer Teilenthärtung lässt sich dieses Problem effektiv kontrollieren.

Was tun bei braunem Wasser nach dem Befüllen?

Braunfärbung tritt häufig durch oxidiertes Eisen oder Mangan auf. In diesem Fall sollten Sie:

  • Die Filteranlage mit Flockungsmittel laufen lassen

  • Rückspülen und Wasser teilweise austauschen

  • Eine Enteisenungsanlage nachrüsten oder das Wasser vor dem Einlassen behandeln

Langfristig vermeiden Sie diese Problematik nur durch eine gezielte Wasseraufbereitung vor der Befüllung.

Kann ich denselben Brunnen für Pool und Garten nutzen?

Ja – viele Haus- und Gartenbesitzer nutzen ihren Brunnen sowohl für die Bewässerung von Pflanzen als auch zur Befüllung des Pools. Wichtig ist jedoch, dass bei der Nutzung für den Pool strenge hygienische Anforderungen eingehalten werden, die bei der Gartenbewässerung weniger relevant sind.

Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich unsicher bin?

Unsere Experten von POOL SYSTEMS beraten Sie gerne – persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Ob es um eine passende Filteranlage, die richtige Dosiertechnik oder die Auswertung Ihrer Wasseranalyse geht: Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für die Nutzung von Brunnenwasser im Pool. Vereinbaren Sie jetzt Ihren unverbindlichen Beratungstermin!

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